Vier finnische Markenikonen in Helsinki

Aalto vases
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Interessieren Sie sich für Kultmarken aus Finnland? Hier finden Sie vier Beispiele aus Helsinki.
Finnish design
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1.    Iittala: Kultige Glasprodukte

Die Glasfabrik Iittala wurde 1881 im gleichnamigen Dorf, etwa 120 Kilometer von Helsinki entfernt, gegründet. Sie ist auch heute noch in Betrieb und produziert zum Beispiel die 1936 entworfenen Savoy-Vasen von Alvar Aalto.

Neben dieser Vase gehören die 1962 designten Birds (Vögel) von Oiva Toikka und die Ultima Thule Gläserserie von Tapio Wirkkala, die ursprünglich 1968 für die Erste Klasse der Fluggesellschaft Finnair konzipiert wurde, zu den Kultdesigns aus Iittala. Zu den Künstlern des Unternehmens gehören heute Ilkka Suppanen sowie die französischen Designstars Ronan und Erwan Bouroullec.

Der im August 2016 renovierte Flagship Store von Iittala befindet sich auf der Esplanadi, einem der renommiertesten Standorte der Stadt. Der neue Laden erstreckt sich über 217 Quadratmeter und zeigt die komplette Produktlinie von Iittala sowie Glaskunst und einzigartige Stücke.

Im Laden finden Sie gläserne Kunstwerke wie die Vulpes Foxes (Die Füchse) von Klaus Haapaniemi, Oiva Toikkas Lollipop, die Lintu (Vogel) sowie Vuosikuutio (Jahrewürfel) Skulpturen, die Claritas Kollektion von Timo Sarpaneva und Tapio Wirkkalas Kantarelli (Pifferling). Darüber hinaus werden Spezialanfertigungen von Aaltos Savoy-Vase im Großformat gezeigt.

Das Iittala & Arabia Design Zentrum im Stadtteil Arabia gilt unter Kennern als die neue Shopping-Adresse. Wir empfehlen Ihnen eine Führung durch das Design Museum Arabia und das Design Lab sowie einen Besuch der Künstlerateliers. Im Grunde aber bietet das Zentrum allein schon eine sehenswerte Ausstellung finnischen Designs. Im netten Café kann man die Eindrücke anschließend in Ruhe auf sich wirken lassen.

Close up from above of 4 yellow stools neatly stacked on top of each other on a white tiled floor.
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2. Artek: Finnische Designklassiker

Der legendäre finnische Architekt und Designer Alvar Aalto wurde mit seinem Dreibeinhocker (1933) und der Savoy-Vase (1936) weltberühmt. Als einer der führendenden Architekten der Moderne gelang ihm durch das Holzbiegeverfahren für den Möbelbau eine revolutionäre technische Innovation.

In erster Linie aber war Alvar Aalto ein Funktionalist, für den Design einfach, praktisch, demokratisch und langlebig zu sein hatte. 1936 gründete er zusammen mit seiner Frau und Kollegin Aino Aalto, der jungen Kunstmäzenin Maire Gullichsen sowie dem Kritiker Nils Gustav Hahl das Designhaus Artek.

Die visionären und radikalen jungen Gründer machten es zu ihrem Grundsatzprogramm „Möbel zu vertreiben sowie durch Ausstellungen und anderen Formen der Vermittlung eine moderne Lebenskultur zu fördern“. Artek vereinte Architektur, urbanes sowie industrielles Design und bildende Kunst.

2016 eröffnete Artek einen neuen Flagship Store in der Keskuskatu im Zentrum Helsinkis. Auf zwei Etagen werden im Ausstellungsraum nicht nur Artek Produkte verkauft, sondern die Fläche dient zudem als Concept Store für internationale Luxusprodukte wie Parfums von Comme de Garçons, Naturkosmetik der australischen Marke Aesop und Stoffe der finnischen Designerin Johanna Gullichsen.

Im Showroom stehen neben internationalen Designermöbeln von Vitra auch gebrauchte Vintage-Möbel von Artek und sogar marokkanische Teppiche, die Alvar Aalto selbst gerne in seinen Wohnräumen nutzte, zum Verkauf. Eine japanische Teestube lädt im zweiten Stock zum Verweilen ein. Dort befindet sich auch der Zeitschriftenkiosk „Do You Read Me?”.

Arabia tableware.
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3. Arabia: Funktionskeramik

Arabia ist eine der namhaftesten und angesehensten Marken Finnlands. Das Unternehmen blickt auf eine 140-jährige Firmengeschichte zurück und ist bekannt für seine Keramikwaren sowie schönes, hochwertiges Geschirr. Bis heute verwenden finnische Haushalte im Alltag oder bei besonderen Anlässen Generation um Generation die verschiedensten Arabia-Produkte.

Viele der Keramikwaren und Geschirrserien von Arabia wurden von führenden Designern, darunter Kaj Franck sowie Birger Kaipiainen, entworfen. Auch heute noch zieht die Fabrik interessante junge Talente an.

Die Philosophie von Arabia spiegelt sich wohl am besten in der klassischen Geschirrserie Kilta von Kaj Franck wider. Das Gedeck im modernistischen Design besteht aus einfarbigem Geschirr. So lässt es sich leicht mit anderen neuen oder alten Gegenständen kombinieren und kann für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet werden. Heute wird diese zeitlose, stylische Serie unter dem Namen Teema verkauft und ist nach wie vor ein äußerst beliebter Artikel.

Da Arabia zur Iittala Gruppe gehört, werden in den gleichen Läden sowohl Arabia als auch Iittala Produkte angeboten.

At a Marimekko store, wwo women stand in front of a handbag display that covers the wall whilst browsing Marimekko bags. A long table with a variety of Marimekko purses is in front of them.
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4. Marimekko: Zeitlose Mode

Das 1951 von Armi und Viljo Ratia gegründete finnische Designhaus Marimekko kombiniert Mode und Accessoires mit Inneneinrichtung.

Marimekko ist bekannt für seine einzigartigen Drucke und Farben, die schon seit Jahrzehnten Teil des finnischen Alltags sind. In nahezu jedem finnischen Haushalt findet sich mindestens einen Gegenstand von Marimekko, sei es ein Kleidungsstück, Stoffe oder eine Tasche. Weltweit bekannt wurde das Unternehmen insbesondere in den 196ern, als Jacqueline Kennedy die Mode des Designhauses trug.

Viele bekannte finnische Modedesigner haben über die Jahre hinweg mit Marimekko zusammengearbeitet, darunter Jukka Rintala, Ritva Falla und Samu-Jussi Koski.

Zu den beliebtesten Klassikern von Marimekko gehören das bedruckte Piccolo Shirt „Jokapoika“ von Designer Vuokko Eskolin-Nurmesniemi, die von Annika Rimala entworfene „Tasaraita“-Linie und das „Unikko“-Muster von Maija Isola, das wiederum als Statement gegen Armi Ratias Ablehnung von Blumenmustern gedacht war!

Marimekko nimmt in Helsinki einen ganz besonderen Platz ein. Jeden Mai eröffnet das Modehaus die Sommersaison mit einer kostenlosen Open-Air Modenschau im Esplanade Park in der Innenstadt. Die jährliche Fashion-Show ist inzwischen zu einer beliebten Tradition geworden und präsentiert die neueste Accessoires- sowie Modekollektion.

Die Stoffe von Marimekko werden nach wie vor im Helsinkier Stadtteil Herttoniemi bedruckt, wo es im Übrigen auch einen Fabrikverkauf gibt. Die Kleidung, Accessoires und Stoffe sind in sieben verschiedenen Läden in der ganzen Stadt, wie zum Beispiel auch im Kaufhaus Stockmann, erhältlich.

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